Voll im Soll


Bereits ein Jahr nach dem ersten Spatenstich kann an der Oberschule Hermannsburg Richtfest gefeiert werden

Huchting. Masken, Handschuhe und Desinfektionsmittel lagen am Mittwochnachmittag für die etwas 30 Gäste am Eingang bereit. Dennoch übte Achim Kaschub, Schulleiter der Oberschule an der Hermannsburg, während der Begrüßung die notwendigen Abstandsregeln ein: „Wir breiten jetzt gemeinsam die Arme aus und drehen uns einmal im Kreis. Niemand darf sich dabei berühren. Näher dürfen wir uns heute leider nicht kommen.“

Dabei gab es durchaus gute Gründe, sich gegenseitig lobend auf die Schultern zu klopfen. Ein Jahr nach dem Spatenstich konnte in der noch fensterlosen Mensa der Richtkranz aufgehängt werden. Der Neubau des Hauptgebäudes geht schneller voran als geplant. „Das ist schon eine besondere Erwähnung wert, dass ein Bau aus öffentlicher Hand zum einen weiterhin fast im Kostenrahmen bleibt und zudem noch so komplikationslos und in guter Kooperation von Schule und Bauträger voran geht,“ sagte der ehemalige Oberbürgermeister Carsten Sieling, der seit dem Spatenstich die Schirmherrschaft übernommen hat.

„Jetzt kann man sich schon richtig vorstellen, wie es wird, in den neuen Räumen zu unterrichten,“ meinte dann auch die stellvertretende Schulleiterin Julia Wolter. „Wenn alles fertig ist, haben wir 4200 Quadratmeter zusätzliche Fläche, die uns seit fast sieben Jahren fehlt.“ Gebaut werden zwölf neue Fachräume, die Mensa, eine Einfachturnhalle und Arbeitsräume für die Lehrerinnen und Lehrer. Dies war nötig geworden, da 2013 das alte Hauptgebäude und die alte Turnhalle wegen akuter Einsturzgefahr geschlossen und dann im Sommer 2017 abgerissen werden mussten.

„Bauleute sind abergläubisch,“ meinte Kaschub während seiner kurzen Ansprache augenzwinkernd. „ Ohne ein Richtfest, steht ein Neubau unter keinem guten Stern. Deswegen war für uns klar, dass wir auch in der schwierigen Zeit der Pandemie zumindest eine kleine Feier organisieren würden, um den Arbeitern mit einem Ausschank für ihre tolle Arbeit zu danken. Nur auf ein größeres Essensbüffet mussten wir leider verzichten.“

Eröffnet hat das Beisammensein der Schüler Mahmoud Allsalloum, der jetzt Schüler einer Abschlussklasse ist, 2016 nach Deutschland kam und sich autodidaktisch mittels Internetvideos das Klavierspiel beigebracht hat, sodass er auch schon im Radio Bremen Sendesaal am Flügel sitzen durfte. Weitere Schülerinnen und Schüler waren aus Vorsorgegründen nicht dabei.

So musste Kaschub selber ran, der zusammen mit den Musikern seiner Schule zwei Stücke sang, bevor der Zimmermann von der Empore aus alter Tradition mit zwei tiefen Schlucken aus der Schnapsflasche dem Bau alles Gute wünschte und sie dann gegen die Wand warf. Lehrerinnen, Lehrer und Gäste hatten danach noch Gelegenheit, das entstehende Gebäude mit seinen zweieinhalb Stockwerken zu besichtigen, was die Vorfreude auf die Fertigstellung, die für März 2021 geplant ist, noch deutlich verstärkte.

„Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun. Durch die steigenden Schülerzahlen müssen wir an der Schule, auch wenn das Hauptgebäude fertig ist, noch weiterbauen. Notwendig ist eine weitere Sport- und Spielhalle, die doppelt so groß ist wie die Halle, die jetzt entsteht. Wir haben Platz dafür auf dem Gelände. Die Bildungsbehörde befürwortet die weitere Halle, jedoch ist bereits heute wichtig, das weitere Vorhaben mitzudenken. Beispielsweise müssen die Zu- und Ableitungen so dimensioniert sein, dass nichts wieder aufgerissen werden muss, wenn die zweite Halle entsteht. Das würde unnötig die Kosten in die Höhe treiben,“ mahnte Kaschub zum Abschluss.
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